EU-Abgeordnete um mehr Transparenz in der Handyherstellung bitten
Geschrieben von j.pfeiferZur Herstellung von Handys und anderen elektronischen Geräten braucht man das Erz Coltan und andere seltene Rohstoffe. Die Gewinnung dieser Rohstoffe findet heutzutage unter ungerechten Bedienungen und meist mit Kinderarbeit statt. Leider ist er sehr schwierig die Herstellung von elektronischen Geräten zu durchschauen.
Mit der Kampagnen Karte zur Aktionswoche "fair.liebt.transparent", kann man die Europa-Abgeordneten in Deutschland um strengere Transparenz-Regeln bitten.
Die Karten könnt ihr auf der Webseite der Micha Initative bestellen.
Situation bei Apple-Hersteller Foxconn
Geschrieben von j.pfeiferHeise online schreibt in einem Artikel zur momentan Situation des Apple Zulieferers Foxconn.
Positiv anzumerken ist, das Apple selber die Fair Labor Association (FLA) beauftragt hat, die Situation bei Foxconn zu untersuchen.
Negativ ist allerdings, das der Bericht der FLA einige Missstände aufzeigt, wie z.B.: "In allen drei Werken sei die FLA-Obergrenze von 60 Arbeitsstunden pro Woche überschritten worden, ebenso wie die in China maximal erlaubte 40-stündige Arbeitswoche plus bis zu 36 Überstunden im Monat." [Heise] Oder : "Fast zwei Drittel der Foxconn-Arbeiter (64 Prozent) sagten in der FLA-Umfrage, sie könnten mit dem Gehalt nicht ihre Grundbedürfnisse finanzieren." [Heise]
Dadurch das Apple selber die Untersuchen durch die FLA beauftragt hat, könnte man auf eine Initiative von Apple hoffen, die Umstände bei Foxconn (die schon seit langem schlecht sind) tatsächlich zu ändern.
Hier eine Kurzbericht vom ZDF (vom 27.03.2012), der die Situation bei Foxconn zusammenfasst:
Und hier ein Bericht von ABC (vom 29.03.2012), mit einem Interview vom FLA Präsident, der darüber spricht wie gut die Chancen stehen, das Foxconn tatsächlich etwas verändert. Das Video konnte ich nicht auf dem Blog einbetten, da "es auf anfrage deaktiviert wurde". Wäre interessant zu erfahren, wer diesen Wunsch geäußert hat. Daher hier nur der Link:
"Nightline from ABC News: Inside Apple: Changes Made at Foxconn" auf Youtube
Apple Hersteller Foxconn weiterhin schlechte Arbeitsbedingungen
Geschrieben von j.pfeiferNach den vielen Selbstmorden im letzten Jahr beim Hersteller Foxconn, der unter anderem Apple iPhones und iPads herstellt, hat sich nach einem Bericht der englischen Tageszeitung The Guardian [1] leider nichts verändert. Weiterhin bestehen schlechte Arbeitsbedingungen:
- Viele Überstunden
die über das Limit von 36 Stunden/Monat hinaus gehen (bis zu 96 Stunden/Monat) - Wenige freie Tage
1 in 13 Tagen frei - Mobbing
öffentliche Erniedrigungen nach schlechten Arbeitsleistungen - Große Schlaflager
in denen strikte Regeln gelten
Ein Arbeiter musste sogar eine öffentliche Entschuldigung schreiben, weil er in einem Schlaflager einen Föhn benutzte - Nach den Selbstmorden letztes Jahr mussten die Arbeiter eine Einwillgung unterschreiben, in denen sie versprachen sich nicht umzubringen und das Leben wert zu schätzen.
Durch die steigenden Kaufzahlen von iPads und iPhones wird der Druck auf die Arbeiter wahrscheinlich erhöht und die Arbeitsbedingungen dadurch wahrscheinlich schlechter werden.
Haben sich die Einnahmen durch die Nachrichten über Foxconn 2010 verändert?
Wie man der Grafik [2] entnehmen kann haben die Nachrichten die Einnahmen von Apple scheinbar nicht beeinflusst.
Was kann man tun?
Bei solch schlechten Nachricht fragt man sich natürlich, was man tun kann, um solche Ungerechtigkeiten zu verhindern.
Zum Einen kann man natürlich keine Apple Produkte kaufen, um die Produktion solcher Geräte und die damit verbundenen Arbeitsumstände zu vermeiden.
Zum Anderen könnte man einen Brief an Apple schreiben, in dem man sie auffordert die schlechten Umstände und ihrer Verantwortung als Kunde der Firma Foxconn ernst zu nehmen. Wenn ich die nächsten Tage dazu komme, werde ich eine Vorlage schreiben, wenn nicht sogar ne Online Initative starten.
Quellen
[1] The Guardian
[2] Wolfram Alpha
